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Der gemeinsame Gegner – eine Quelle der Verbindung

Besonders intensiv wird die gegenseitige Zuneigung, wenn Sie gemeinsame Abneigungen erkennen.

„Mich ärgert wirklich, dass Bayern München jedes Spiel gewinnt. Wo bleibt denn da die Abwechslung?“ „Da haben Sie absolut Recht, ich kann diesen Verein auch nicht leiden.“ Wahrscheinlich wissen Sie, dass Sie im Small Talk mit Kollegen oder Geschäftspartnern Sympathie erzeugen können, indem Sie Gemeinsamkeiten suchen, ansprechen und betonen.

Besonders intensiv wird die gegenseitige Zuneigung, wenn Sie gemeinsame Abneigungen erkennen; das belegt die Sozialpsychologin Jennifer Bosson aus Florida in ihrer Studie “Interpersonal chemistry through negativity”, eschienen in der Fachzeitschrift Personal Relationships (https://labs.la.utexas.edu/swann/files/2016/03/bos-son_etal06_chemis-try.pdf).

Halten Sie die Augen auf – und suchen Sie gemeinsame Abneigungen. Ihr Vorgesetzter ist möglicherweise 30 Jahre älter als Sie, trotzdem befinden Sie sich im selben Raum, müssen mit demselben Wetter und denselben Menschen klarkommen – genügend Aspekte also, die kritisch unter die Lupe genommen werden können. Kugelsicher ist diese Taktik, wenn Sie zuvor von Kollegen oder über andere Wege erfahren haben, welche Antipathien Ihr Gesprächspartner hegt. Am besten eignen sich leichte Themen; sensible Bereiche wie „Religion“ oder „Geld“ laden hingegen ein, ins Fettnäpfchen zu treten. Achten Sie außerdem darauf, nicht ins wahllose Lästern abzudriften – ohne Begründung auf anderen herumzuhacken, schickt sich nicht.