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Den Berg des Vertrauens zu erklimmen, war nie schwerer – so gelingt es

In den vergangenen Jahren – so scheint es – haben sich einige Gewissheiten verabschiedet!

Eine dieser Gewissheiten bezieht sich auf die Verbindlichkeit und das Vertrauen unter den Menschen. Gesagt ist noch lange nicht gemacht. „Wir treffen uns“, „Du kannst mich jederzeit erreichen“ oder „Ich liebe dich“ verkommen zusehends zu Worthülsen. Vor diesem Hintergrund ist es umso wichtiger zu signalisieren, dass man es mit seinen Idealen und Versprechungen ernst meint, dass man tatsächlich um 20 Uhr an der Bushaltestelle wartet und nicht eine halbe Stunde vorher schreibt, dass der Schnupfen zu heftig sei, um ins Kino zu gehen, dass man wirklich immer für den neuen Kollegen da ist, um ihm zu erklären, welche Aufgaben er auf welche Weise erledigen muss und ihn nicht genervt abwimmelt. Wie schafft man es, als vertrauenswürdig zu gelten und wie lässt sich dieses positive Image aufrechterhalten?

Vertrauen zahlt sich im privaten wie im beruflichen Umfeld aus. Im unternehmerischen Kontext hat es einen immensen Einfluss auf das Engagement der Mitarbeiter. Zu diesem Resultat kam eine Studie des Beratungsunternehmens JLL (http://humanexperience.jll/de/global-report/). Insgesamt wurden 7.300 Mitarbeiter aus 12 Ländern befragt. Hierbei wollte das Unternehmen wissen, wie sich das Verhalten der Angestellten bei verschiedenen Führungsansätzen ändert. Vertrauen zeigte sich mit deutlichem Abstand als relevantester Faktor, danach folgten „Selbständigkeit“ und „Freundlichkeit“.

Eine bedeutende Grundregel lautet: Erzählen Sie von Ihrem Leben; von Personen, die Sie umgeben, von Hobbies, die Sie lieben, von Reisen, die Sie faszinierten und von Ihren Projekten im Job. Geschichten stiften Zusammenhänge und spenden Orientierung. Je mehr Details Sie in Ihre Stories einfließen lassen, desto unwahrscheinlicher nimmt man Sie als Buch mit sieben Siegeln wahr. In einem ruhigen, entspannten Ton – den Sie treffen, indem Sie schlicht die Wahrheit mitteilen – wirkt authentisch, was Sie berichten. Bestätigen Dritte Ihre Fakten, wächst die Sicherheit weiter an. Stellen Sie Gemeinsamkeiten mit Ihrem Gegenüber heraus. Hier gilt: Nur wer die „Du-Auch?“-Anmerkungen stimmig in den Gesprächskontext einbaut, kommuniziert glaubwürdig – und nicht anbiedernd. Argumente gegen den persönlichen Standpunkt zu formulieren hilft, nahbarer und differenzierter zu erscheinen. Eine effektive, aber auch sensibel zu handhabende Methode ist es, einfache Lösungen für komplexe Probleme anzubieten – vollenden Sie nicht, leidet Ihre Reputation allerdings doppelt.