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Blicke – wenn Menschen sich magisch verbinden

Sie fesseln und verzaubern, führen uns in Versuchung, rauben uns den Verstand. Schauspieler setzen sie ein, um Szenen zu nuancieren, Eheleute wenden sie voneinander ab, wenn die Liebe aus der Sanduhr rieselt: Blicke.

Sie fesseln und verzaubern, führen uns in Versuchung, rauben uns den Verstand. Schauspieler setzen sie ein, um Szenen zu nuancieren, Eheleute wenden sie voneinander ab, wenn die Liebe aus der Sanduhr rieselt: Blicke.

Viele Menschen scheuen sich, ihrem Gesprächspartner in die Augen zu schauen. Sie sind schüchtern, vielleicht sogar ängstlich, ihre Magengrube füllt sich blitzartig mit Hemmung. Das ist ärgerlich, denn über Blicke entstehen emotionale Bindungen, sie sind ein Vertrauensbeweis. Ein kleiner Tipp: Stellen Sie sich vor, Ihnen steht eine jahrelang bekannte, wohlgesonnene Person gegenüber, ein guter Freund oder geselliger Vereinskollege. Unnötiger Ballast fällt von Ihnen ab, Entspannung tritt ein. Sie werden Ihren Gesprächspartner buchstäblich mit ganz anderen Augen wahrnehmen.

Um eine angenehme, persönliche Stimmung zu erzeugen, sollten sich zwei Gesprächspartner 30 bis 60 Prozent der Zeit in die Augen sehen. Beim Zuhören mehr, beim Sprechen weniger. Voller Blick voraus!? Nicht ganz. Alan Johnston vom University College London fand heraus, dass Absender von Blicken, die länger als 3,2 Sekunden andauern, als tendenziell bedrohlich wahrgenommen werden (https://www.scientificamerican.com/article/eye-contact-how-long-is-too-long/). Allerdings gilt das nur für Erstkontakte, nicht für Freunde oder Verliebte. Kommen Sie also bitte nicht auf die Idee, beim dritten Date mit der Stoppuhr in der Hosentasche aufzukreuzen.